Auf diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen mit digitalen Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht vorstellen. Ich bin Lehrer an einem Gymnasium und setzte seit über 5 Jahren digitale Medien regelmäßig im Unterricht ein. Der Markt an Angeboten für digitales Unterrichten ist schon sehr groß und wächst stetig.
Hilfe für Einsteiger
Sich einen Überblick über das umfangreiche Angebot zu verschaffen ist besonders für Einsteiger schwierig. Oft gibt es für ein bestimmtes Anforderungsgebiet viele verschiedene Apps. Dabei sind manche kostenlos, manche werden zu einem Pauschalpreis verkauft und wiederum andere werden per Abo-Modell angeboten. Für Laien ist es schwierig hier eine geeignete Auswahl zu treffen.
In meinen Erfahrungsberichten möchte ich vor allem darauf achten, dass insbesondere zurückhaltende und weniger technisch begabte Personen ermuntert werden, den Einstieg in die digitale Vielfalt des Unterrichtens zu wagen. Digitaler Unterricht kann, an sinnvollen Stellen eingesetzt, sehr effektiv und vor allem für Schüler spannend und interessant sein.
Verzerrtes Bild
Oft wird leider auf Fortbildungen oder von Bildungsverlagen ein unrealistisches Bild von digitalen Medien im Unterricht generiert. In vielen Fällen ist einfach die Umsetzbarkeit zu wenig realitätsnah und kann, wenn überhaupt, nur in aufwändigen „Showstunden“ eingesetzt werden. Die angebotenen Möglichkeiten sind meist zu spezialisiert und nur in bestimmten Themenbereichen sporadisch einsetzbar. Insbesondere ist der Vorbereitungsaufwand auf diese Stunden enorm hoch und der fachliche und pädagogische Ertrag letztendlich überschaubar.
Bildungsverlage werfen eine Fülle an Angeboten auf den Markt. Fast wöchentlich wird man mit neuen Produkten konfrontiert. Die Verlage versuchen den politisch vorangetriebenen Schwung der Digitalisierung im Bildungsbereich mitzunehmen, und wollen daraus möglichst viel Kapital schlagen. Die Folge ist ein jetzt schon an Angeboten überschwemmter Markt – wobei die Qualität der angebotenen Produkte oft zu wünschen übriglässt. Vieles ist wenig durchdacht, wird auch nicht mehr weiter verbessert und schon gar nicht durch technischen Support begleitet. Dass hier die anfängliche Begeisterung beim Anwender schnell in Frust übergeht ist verständlich.
Guter Unterricht
Dabei möchte ich betonen, dass guter Unterricht keinesfalls digital sein muss. Die Adjektive, mit denen man guten Unterricht beschreiben kann sind vielseitig: abwechslungsreich, methodisch abwechslungsreich, schülerzentriert, differenziert, …
„Digital“zähle ich nicht dazu. Die Digitalisierung kann nur ein weiteres Werkzeug im großen Vorrat eines Lehrers sein, um den Unterricht zu gestalten. Es zu verwenden obliegt aber der Lehrkraft. Ich möchte aber jeden ermutigen Dinge auszuprobieren. Es wäre schade, wenn man die Chance verpasst, nur weil man sich einredet: „das kann ich nicht“ oder „das ist nichts für mich“.
Effizientes Arbeiten
Ich möchte auf diesem Blog Möglichkeiten vorstellen, die vor allem fächerübergreifend einsetzbar sind und insbesondere den Arbeitsalltag eines Lehrers erleichtern. Ich werde keine eierlegende Wollmilchsau anpreisen (auch weil ich sie noch nicht gefunden habe) und auch keine Kaufempfehlungen aussprechen. Letztendlich möchte ich aber meine Erfahrungen mit digitalen Möglichkeiten des Unterrichtens vorstellen. Ich werde auf Dienste und Produkte eingehen, die ich im beruflichen Alltag regelmäßig und gerne verwende, weil sie mir helfen, meine Arbeit effektiver, strukturierter und zielführender zu meistern.
Ich bin jederzeit dankbar für Empfehlungen, die sie mir gerne per Nachricht zukommen lassen können.
